Häufig gestellte Fragen

Wie werden die Münzen gesägt?

Zuerst wird die Münze poliert, danach werden Löcher in jeden Zwischenraum gebohrt, um die Sägeblätter durch die Münze zu führen und schließlich wird gesägt.

Danach werden die Schnittkanten entgratet und die Münze erneut poliert, fertig ist das Schmuckstück!

 

Auf jedem Markt können Sie live zuschauen, wie ich die Münzen aussäge.

Wie lange dauert es, um eine Münze zu sägen?

Die Dauer des Sägens ist abhängig von dem Motiv. Je detailreicher, bzw. je länger die Strecke, die die Säge zurücklegt, desto länger dauert die Fertigstellung der Münze.

Das reine Handwerk dauert zwischen eineinhalb Stunden bis zu zwei Tagen für sehr aufwendige Münzdesigns.

 

Der Prozess beinhaltet nicht nur das Sägen, sondern das Besorgen der Münze, Polieren, Bohren der Löcher, Sägen, erneutes Polieren.

Darf man Münzen zersägen?

Die kurze Antwortet lautet: JA!

 

Streng genommen zerstöre ich die Münzen nicht, ich veredle sie.

 

Die lange Antwort können Sie hier lesen:

 

"Münzen und Scheine gehen ins Eigentum des Inhabers über; die oft behauptete Aussage, die Europäische Zentralbank sei Eigentümer, der Inhaber nur berechtigter Besitzer, gilt nicht für den Euro. Das Eigentum an Geld wird wie bei Inhaberpapieren durch einfache Einigung und Übergabe verschafft (§ 929 Satz 1 BGB).

 

Euroscheine sind Sachen im Sinne von § 90 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. An Sachen kann jeder Eigentum gemäß allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen erwerben. Banknoten und Münzen gehören somit demjenigen, dem sie übereignet worden sind.

 

Der Eigentümer kann mit ihm gehörenden Sachen in den durch die Rechtsordnung gesetzten Grenzen nach Belieben verfahren.

 

Für den Euro gilt, dass die Zerstörung von Zahlungsmitteln weder rechtswidrig noch strafbar ist.

 

In Deutschland gilt § 903 des Bürgerlichen Gesetzbuches, wonach der Eigentümer mit seinen Sachen grundsätzlich nach Belieben verfahren darf.

 

Jeder Besitzer von Geld kann entscheiden, sein Geld nie mehr auszugeben und damit für immer aus dem Umlauf zu nehmen. Mit einer unumkehrbaren Beschädigung von Zahlungsmitteln wird Geld auch nicht vernichtet, sondern nur unumkehrbar aus dem Umlauf genommen.

 

In manchen Ländern (wie den USA) kann die Zerstörung von Zahlungsmitteln strafbar sein, beispielsweise wenn durch die Zerstörung die Abbildung eines Staatsoberhauptes oder geschützte Symbole beschädigt werden und eine solche Beschädigung strafbar ist."

Quelle: Wikipedia, Stichwort: Geld, Unterstichwort: Rechtliches zum Geld

Sägen Sie auch meine Münzen?

Gerne können Sie mir Ihre besondere Münze schicken. Die Adresse finden Sie im Impressum. Wenn Sie mich vorher kontaktieren, können wir gemeinsam besprechen, wie ich die Münze aussägen soll und was das kosten wird.

Wie kommen Sie an die Münzen?

Freunde, Bekannte und Verwandte sammeln Münzen für mich oder bringen sie von Urlaubsreisen mit.

Freundliche Kunden überlassen mir Münzen, mit denen sie nichts mehr anfangen können (Herzlichen Dank an dieser Stelle!).

Seltenere Münzen bekomme ich von Münzhändlern oder im Internet.

Einmal angefangen mit dem Münzensägen, tauchen Münzen überall auf.

Der Beruf Münzsäger und Geschichte

Das Münzensägen ist kein Lehrberuf. Die Technik wird weitergegeben.

Zwar lernen Goldschmiede in ihrer Ausbildung auch das Sägen von Münzen, hierbei geht es allerdings nur um die Geschicklichkeit und die Technik, um später Silber zu verarbeiten.

 

Die Ursprünge des Münzensägens sind unklar, manchmal höre ich von Kunden, dass sie eine ausgesägte Münze aus dem Nachlass ihrer Großeltern besitzen. Hierbei handelt es sich vermutlich um Einzelarbeiten. In einem Ausstellungskatalog einer Ausstellung "Münzen in Brauch und Aberglaube" finden sich ausgesägte Münzen, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen.

 

Eine Legende erzählt, dass der Ursprung im Orient zu finden ist, wo die Münzen am Gürtel der Bauchtänzerinnen ausgesägt wurden, damit der Gürtel nicht so schwer war.

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